AAIC-R · 2811 Global · Berlin 2026
„Was passiert, wenn Künstler:innen mit territorialen Wurzeln direkt mit den Daten der Welt arbeiten, die sie verändern wollen?“
Acht Tage in Berlin, um deine schöpferische Kraft an der Schnittstelle von Kunst, künstlicher Intelligenz und Klima zu aktivieren. Keine Formeln. Echte Praxis.
Berlin · 12.–19. Oktober 2026 · 20 Künstler:innen · 2 Kontinente · 8 Tage
Das Konzept
Die Klimasysteme verändern sich. Künstliche Intelligenz eröffnet Möglichkeiten, die es vor fünf Jahren nicht gab. Und an dieser Kreuzung bleibt Kunst die mächtigste Technologie, die wir haben: die einzige, die verändern kann, was Menschen fühlen, bevor sie verändert, was sie tun.
AAIC-R entstand aus einer Frage: Was passiert, wenn Künstler:innen mit territorialen Wurzeln direkt mit den Daten der Welt arbeiten, die sie verändern wollen?
Acht Tage in Berlin. Zwanzig Schaffende aus Lateinamerika und Europa. Eine Stadt, die sich daran erinnert, zerstört und wieder aufgebaut worden zu sein — und sich entschieden hat, es anders zu tun. Projekte von Klanginstallationen über Ozeanversauerung bis zu generativen Performances, die mögliche Zukünfte imaginieren. Die KI ist das Material. Die Kunst ist die Sprache. Das Klima ist der gemeinsame Boden.
Warum Berlin
Das Ökosystem existiert hier
Berlin bündelt wie keine andere europäische Stadt experimentelle Kunst, Klimapolitik und kritische Technologie. Residenzen, Stiftungen und alternative Räume leben hier in einer einzigartigen Dichte nebeneinander.
Zehn Jahre 2811 in Europa
2811 Global verbindet seit einem Jahrzehnt die Küstenregionen Lateinamerikas mit europäischen Nachhaltigkeitsagenden. Diese Residenz feiert diesen Weg — und öffnet die nächste Etappe.
Der LAC-EU-Korridor
Die Projekte, die hier entstehen, bleiben nicht in Berlin. Sie verbinden sich mit Netzwerken in Chile, Kolumbien, Brasilien und der Karibik. Kunst, die reist, weil sie territorial verwurzelt ist.
Eine Stadt, die sich wieder aufzubauen weiß
Berlin hat etwas, das wenige Städte haben: die Erfahrung, sich für eine andere Zukunft entschieden zu haben. Das zählt, wenn das Thema Klima ist.
Programm — 8 Tage
Projekt- und Künstler:innen-Vorstellungen. Kartierung der Herkunftsregionen. Jede:r Teilnehmende bringt die eigene Geografie ins Zentrum: Küste, Urwald, Stadt, Wüste. Die Klimadiagnose beginnt von dort.
Praktische Workshops mit generativen Modellen, offenen Klimadaten, Computer Vision und Audiosynthese. Keine theoretischen Panels. Die Hände am Code — und an der Frage, was wir damit sagen wollen.
Ein ganzer Tag analoger Schöpfung: Zeichnen, Ton, Schreiben, Klang ohne digitale Vermittlung. Nicht als Einschränkung — als Praxis. Wenn wir die Werkzeugschichten entfernen, erscheint die eigenste Stimme. Was du heute erschaffst, ist der Kern dessen, was du den Rest der Woche baust.
Vierundzwanzig Stunden völliger Trennung. Spaziergänge, lange Gespräche, Beobachtung. Ein Tag, um zu verarbeiten, zu integrieren und Ideen ohne Störung fermentieren zu lassen. Kreativität braucht auch Stille.
Arbeit an individuellen und kollaborativen Projekten mit Eins-zu-Eins-Mentoring. Verbindung mit Berliner Kulturräumen für die Abschlussausstellung. Zwei Tage, um die Ideen in den Körper des Projekts zu bringen.
Sessions mit europäischen Kulturfonds, Stiftungen, Erasmus+ und Creative Europe. Wie man ein Kunst-Klima-Projekt im europäischen Ökosystem projiziert und mit LAC-Territorien verbindet.
Offene Projektpräsentation vor dem Berliner Publikum. Kollektives Gespräch. Der Beginn eines Netzwerks, das nicht endet, wenn die Residenz endet.
Was wir in Teilnehmer:innen suchen
- Schaffende mit Dringlichkeit. Wir suchen keine makellosen Lebensläufe. Wir suchen Menschen, die den Moment spüren, in dem wir leben, und etwas damit tun müssen.
- Technologische Neugier. Du musst nicht programmieren können. Du musst verstehen wollen, was hinter den Werkzeugen steckt, die du schon nutzt — und welche neuen Fragen sie dir öffnen.
- Territoriale Wurzeln. Deine Arbeit hat einen geografischen Ursprung — Küste, Urwald, Stadt, Wüste. Das ist es, was den echten Reichtum in die Residenz bringt.
- Bereitschaft zur Zusammenarbeit. 8 Tage sind zu kurz, um allein zu arbeiten. Wir suchen Schaffende, die sich gegenseitig verstärken, nicht konkurrieren.
- LAC oder EU. Die Residenz baut die Brücke zwischen Lateinamerika und Europa. Beide Seiten des Korridors sind wesentlich.
- Projekt in Entstehung. Du hast etwas, das du machen willst, weißt aber noch nicht wie. Perfekt. Wir kommen, um zu bauen, nicht um Fertiges auszustellen.
Zahlen
- 20 ausgewählte Künstler:innen
- 8 Tage Residenz
- 2 Tage der Schöpfung ohne digitale Vermittlung
- 2 vertretene Kontinente
- 10 Jahre 2811 Global
- 12.–19. Oktober 2026 · Berlin
Verbündete und Finanzierung
Die Residenz befindet sich in der Phase des Allianzaufbaus. Wir suchen Stiftungen, Kulturfonds und institutionelle Partner, die diesen Raum mit uns ko-kreieren wollen.
Sei Teil von AAIC-R
Wenn du Künstler:in bist und teilnehmen möchtest, eine Organisation, die Verbündete werden will, oder ein Fonds, der sich für diese Art von Projekten interessiert — wir wollen mit dir sprechen.
residency@2811global.com · Berlin · 12.–19. Oktober 2026